“Kunst & Kohle”: Stippvisite im Museum Ostwall (Dortmund)

“KUNST & KOHLE: SCHICHTWECHSEL. VON DER (BERGMÄNNISCHEN) LAIENKUNST ZUR GEGENWARTSKUNST

Unsere Praktikanten Kristine Nersisyan und Gurgen Khachatryan waren wieder unterwegs. Dieses Mal besuchten sie die Ausstellung “Schichtwechsel. Von der (Bermännischen) Laienkunst zur Gegenwartskunst” im Museum Ostwall (Dortmunder U).

Kristine Nersisyan

Das Museum am Ostwall im Dortmunder U war für mich sehr interessant, weil dort verschiedene Spielarten der modernen Kunst zu sehen sind. In der  Ausstellung „Schichtwechsel“ lag der Schwerpunkt auf dem Thema Kohle. Es gab viele interessante Dinge zu sehen, wie zum Beispiel Kohle als künstlerisches Material, vergoldete Briketts und mit Kohle bemalte Leinwände.

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Alicja Kwade, Die Trinkenden, 2011,  © Alicja Kwade, Courtesy Alicja Kwade und KÖNIG GALERIE, Berlin/London

Im Museum gab es viele klassische und zeitgenössische Werke zu sehen. Bei den Gemälden lag der Schwerpunkt auf dem Thema Natur und Alltag. Am spannendsten fand ich den Kurzfilm, der auf der großen Leinwand gezeigt wurde, denn er beinhaltete einen ganzen Lebenszyklus und eine große Ideologie. Es war eine Geschichte über Kohle, Menschen, Wasser, Luft, Natur, ohne die man sich nicht allein verbinden kann.

Es ist die Geschichte einer Gruppe älterer Männer, die ihr Leben und ihre Entwicklung noch von dem Bergbau abhängig machen mussten. Der Film handelt aber von Mensch und Natur gleichermaßen.

Zu Beginn gab es statt einer Zeche noch eine Grünfläche oder auch einen kleinen See. Dank des menschlichen Handelns und seiner Werkzeuge verwandelte sich die Landschaft in Kohlegruben und zerstörte die Natur.

All das ist ein natürliches Phänomen, welches zum Untergang der Menschheit führen kann. Viele emotionale und dramatische Momente, wie die Schließung von Zechen in Deutschland, dienten als Grundlage für den Film.

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Marcus Kiel, Drunter und Drüber, 2018, © Marcus Kiel

Gurgen Khachatryan

Am Mittwoch, den 06.Juni besuchte ich das Museum Ostwall im Dortmunder U, wo es eine Ausstellung gibt, die der Kohle gewidmet ist.

Es gibt viele interessante Exponate zu diesem Thema. Aber um ehrlich zu sein, war ich eher an einem Kurzfilm interessiert. Mit wenigen Worten werde ich versuchen die Bedeutung des Films zu verdeutlichen.

Im Film waren alte Bergarbeiter und Bergleute vertreten und wurden vorgestellt, die bereits im Ruhestand sind. Sie stehen vor dem Bergwerk, wo sie gearbeitet haben. Der Regisseur des  Films wollte die Folgen und Konsequenzen des Bergarbeit zeigen. Beispielsweise gab es einen See, der  mittlerweile ausgetrocknet ist und wo vor ca. 20 Jahren Kinder noch schwimmen konnten. Und diese Bergleute stehen nun vor dem nicht mehr existierenden See. Sie werden sich bewusst, dass dies eine Folge ihrer Arbeit ist. Natürlich haben sie nur ihren Job gemacht und tragen keine individuelle Schuld.

Das Thema des Kurzfilms regt an über das menschliche Handeln nachzudenken und die Auswirkungen auf die Natur.

 

Abb. (Header): Marcus Kiel, Drunter und Drüber, 2011, © Marcus Kiel

 

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