“Kunst & Kohle”: Ein Streifzug durch die Kunsthalle Recklinghausen

Im Rahmen ihres Praktikums besuchen unsere Praktikanten Kristine Nersisyan und Gurgen Khachatryan die RuhrKunstMuseen und schauen sich die aktuellen “Kunst & Kohle”-Ausstellungen an.

DSC05960Ich bin Kristine Nersisyan und bin 30 Jahre alt. Ursprünglich stamme ich aus Armenien und lebe seit 1 ½ Jahren in Deutschland mit meinem Mann.

Mein Beruf ist Opernsängerin. Dafür habe ich in meiner Heimat an zwei Universitäten studiert. Anschließend habe ich drei Jahre lang als Dirigentin und Solosängerin gearbeitet. Im Oschakan Kirchenchor sang ich Psalmen und Liturgien.

Seit 2017 singe ich in zwei Kirchen in Duisburg.

Mein Praktikum im Lehmbruck Museum gefällt mir sehr gut, da ich hier die Möglichkeit habe mich weiterhin mit kulturellen Themen zu befassen.  Auch wenn ich davon träume in Zukunft beruflich wieder als Sängerin tätig zu sein. Vielleicht ergibt sich langfristig die Möglichkeit für ein gemeinsames Musikprojekt im Lehmbruck Museum? Aber auch so kann ich das Singen zwischendurch einfach nicht abstellen.

 

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Mein Name ist Gurgen Khachatryan, ich bin 25 Jahre alt und lebe seit 2 ½ Jahren in Deutschland. Ich stamme aus Armenien und bin studierter Kulturwissenschaftler von Beruf. Während des Studiums habe ich als Feuerwehrmann gearbeitet.  Boxtraining war mein liebstes Hobby.

Zurzeit absolviere ich ein ein-monatiges Praktikum im Lehmbruck Museum in Duisburg um auch hier in Deutschland im kulturellen Bereich praktische Erfahrungen zu sammeln. Langfristig gesehen möchte ich gerne als Filmregisseur Fuß fassen. Das ist mein größter Wunsch und ich werde mich auf diesem Weg bis dahin durchkämpfen.

Bislang habe ich an Führungen mit Kindern teilgenommen und einen ersten Einblick in die Restaurationsarbeit erhalten.  Sehr spannend! Und wenn das (Un-)Wetter in Duisburg so bleibt, kann ich vielleicht sogar meine Erfahrungen als Feuerwehrmann auch noch mit einbringen.

 

Ausflug in die Kunsthalle Recklinghausen

Unser erster Ausflug führte uns am 30.Mai 2018 in die Kunsthalle Recklinghausen mit der Kunstausstellung der Ruhrfestspiele 2018 zum Thema „Kunst & Kohle“. Die rumänisch stämmigen Brüder Gert und Uwe Tobias sind dort mit ihren großformatigen Gemälden und skulpturalen Kompositionen vertreten.

Die Künstler bedienen sich unterschiedlicher Technik, von der Wandmalerei, über Holzschnitt auf Leinwand bis zu moderner Drucktechnik, mit der wir bisher nicht vertraut waren und daher mit besonderer Neugier begegneten.

Ihre innovative Präsentation konfrontiert den Besucher mit einer geballten Ladung an Emotionen, Gedanken und Visionen der Künstler.

Obwohl die Werke alle keinen Namen tragen und das übergeordnete Thema der Bergbau ist, bemerkten wir  einzelne,  wiederkehrende Motive in der Arbeit, wie zum Beispiel einen Vogel und sein Brüten. Neben den naturnahen Elementen und einer erkennbaren Nähe zur Volkskunst, gab es auch viele dunkle Horrorelemente, die an Hollywood-Verfilmungen erinnern.

Wo liegt dabei der Zusammenhang? Wie kann man die einzelnen Collagestücke deuten? Fragen, die sich jeder Besucher versucht selbst zu beantworten oder er verweilt  einfach im Moment und gibt sich seiner eigenen Fantasie hin.

 

Abb. (Header):Gert und Uwe Tobias, ohne Titel, 2017, (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Foto: Kristine Nersisyan
Abb.: Gert und Uwe Tobias, ohne Titel, 2017, (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Foto: Kristine Nersisyan
Abb.: Gert und Uwe Tobias, ohne Titel, 2017, (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Foto: Kristine Nersisyan
Abb.: Gert und Uwe Tobias, ohne Titel, 2018, (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Foto: Kristine Nersisyan

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